Artem Zaitsev

Go-to-Market-Strategie (GTM)

5 Min.

Einführung und Kerndefinition

Eine Go-to-Market-Strategie (GTM) ist ein umfassender Plan, der beschreibt, wie ein Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Markt bringt und seinen Kunden ein einzigartiges Wertversprechen bietet, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen und den Markt zu erschließen. Es handelt sich um einen funktionsübergreifenden Fahrplan, der Marketing, Vertrieb, Distribution, Preisgestaltung und Kundensupport umfasst. Das Hauptziel einer GTM-Strategie ist es, sicherzustellen, dass alle Beteiligten sich darüber einig sind, wie das Produkt seine Zielgruppe erreichen, die Kundenbedürfnisse erfüllen und die Geschäftsziele erreichen soll.

Tiefer in das Konzept eintauchen

Eine GTM-Strategie umfasst normalerweise die folgenden Teile:

  • Zielmarkt: Finde die idealen Kundenprofile und Zielsegmente, die am ehesten das Produkt nutzen oder kaufen würden.
  • Wertversprechen: Sag klar, was das Besondere an dem Produkt ist, wie es Probleme löst oder welche Vorteile es gegenüber anderen Produkten hat.
  • Produktpositionierung und Messaging: Erstell überzeugende Geschichten und Kernbotschaften, die bei den Zielnutzern ankommen.
  • Vertriebs- und Vertriebskanäle: Finde die besten Wege, um Kunden zu erreichen, wie Direktvertrieb, Online-Plattformen, Partnerschaften oder Händler.
  • Preisstrategie: Entscheidungen darüber, wie das Produkt bepreist wird, einschließlich Rabatten, Freemium-Modellen oder gestaffelten Preismodellen.
  • Customer Journey & Lifecycle: Erfasse die Kundenerfahrung, von der ersten Wahrnehmung bis zur Interaktion nach dem Kauf.
  • Marketingplan: Strategien zur Steigerung der Bekanntheit, zur Generierung von Nachfrage, zur Lead-Pflege und zur Kundenakquise. Dazu können Content-Marketing, digitale Werbung, Öffentlichkeitsarbeit oder Veranstaltungen gehören.
  • Kennzahlen und KPIs: Leg klare Kennzahlen fest, um die Effektivität zu messen und die laufende Optimierung zu unterstützen (z. B. Lead-Konversionsraten, Verkaufsgeschwindigkeit, Customer Lifetime Value).

Bedeutung und Auswirkungen für Gründer

Eine gute GTM-Strategie ist für Start-ups und schnell wachsende Unternehmen echt wichtig, weil sie Risiken mindert, die Kundengewinnung beschleunigt und die Ressourceneffizienz maximiert. Gründer, die die GTM-Planung vernachlässigen, haben oft mit schwachen Produkteinführungen, geringer Markenbekanntheit und verschwendeten Marketing- oder Entwicklungsressourcen zu kämpfen. Mit einer gut durchdachten GTM können Gründer:

  • Finde und priorisiere die relevanten Marktsegmente.
  • Leg realistische Vertriebs- und Marketingziele fest, die mit den Geschäftszielen übereinstimmen.
  • Such dir die besten Marketingkanäle und Partner aus.
  • Bring die internen Teams (Produktentwicklung, Vertrieb, Marketing, Kundenerfolg) mit klaren Rollen und Zielen auf eine Linie.
  • Zeig Investoren einen strategischen Ansatz zur Steigerung der Einnahmen und zur Erschließung neuer Märkte.
  • Sammle schnell Feedback, um das Produkt, die Botschaften oder den Vertriebsansatz zu verbessern.

Praktische Anwendung & Beispiele

Angenommen, ein SaaS-Startup hat ein Tool für die Teamproduktivität entwickelt, das speziell auf Remote-Softwareentwickler zugeschnitten ist. Seine GTM-Strategie könnte wie folgt aussehen:

  • Sag, dass die Zielgruppe kleine bis mittelgroße Tech-Firmen sind, die verteilte Entwicklerteams haben.
  • Hebt die einzigartige Integration mit beliebten Code-Repositorys als Alleinstellungsmerkmal hervor.
  • Konzentrier dich auf direkte Kontaktaufnahme (E-Mail, LinkedIn) und Content-Marketing (Fallstudien, Webinare), um Nachfrage zu generieren.
  • Arbeite mit Coworking-Communities und Entwickler-Meetups zusammen, um persönliche Veranstaltungen zu organisieren.
  • Biete gestaffelte Preise mit einer Freemium-Option an, um die Akzeptanz zu steigern.
  • Leg KPIs fest, wie zum Beispiel die Anzahl der Nutzeranmeldungen pro Monat und die Konversionsraten von kostenlosen zu kostenpflichtigen Tarifen.

Dieser koordinierte Ansatz stellt sicher, dass alle, vom Vertrieb bis zum Support, wissen, wen sie ansprechen, warum das Produkt wichtig ist und wie der Erfolg gemessen wird.

Wichtige Überlegungen und bewährte Vorgehensweisen

  1. Kundenorientierung: Stütz deine Markteinführung auf ein tiefes Verständnis der Kundenbedürfnisse und -probleme.
  2. Abteilungsübergreifende Einbindung: Beziehe die Teams für Produkt, Vertrieb, Marketing und Kundenerfolg in die Planung und Umsetzung mit ein.
  3. Iterativer Ansatz: Sei bereit, Taktiken zu testen, daraus zu lernen und sie zu verfeinern – was für eine Gruppe von Early Adopters funktioniert, lässt sich möglicherweise nicht auf breiter Ebene umsetzen.
  4. Klare Botschaften: Stell sicher, dass alle externen Kommunikationen immer deine Kernwerte widerspiegeln.
  5. Leistungsüberwachung: Überprüfe regelmäßig die Ergebnisse und passe die Ressourcenzuweisung an, je nachdem, was gut läuft.

Fazit

Eine gut durchdachte Markteinführungsstrategie ist der Plan, um Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen, Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern. Für Start-ups geht es nicht nur darum, ein Produkt auf den Markt zu bringen, sondern auch darum, die Wirkung zu maximieren, schnell zu lernen und sicherzustellen, dass jeder Schritt darauf ausgerichtet ist, Marktchancen in konkrete Ergebnisse umzuwandeln.


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Häufig gestellte Fragen